Eine Information zur Initiative „Seebrücke“ von Roody Nasro

 

Unter dem Motto  „Wir bauen eine Brücke zu sicheren Häfen“  sind Aufrufe wie Aufnahme statt Abschottung  und die Forderung, Städte und Kommunen als „Sicheren Häfen“ auszurufen, zu einem zentralen Aspekt der gleichnamigen sozialinitiativen Bewegung Seebrücke  geworden.

Die Seebrücke  wurde 2018 als Antwort auf die Abweisung eines sicheren Hafens für das Rettungsschiff Lifeline  mit 234 Menschen an Bord ins Leben gerufen.

 

Die Bezeichnung „Sicherer Hafen“ weist auf die Bereitschaft von Städten und Kommunen hin, über die zugewiesene Anzahl hinaus aus Seenot gerettete Geflüchtete aufnehmen zu wollen.

Die Initiative vernetzt mittlerweile über 220 Städte und Kommunen in Deutschland, darunter Berlin, Hamburg und München. In Baden-Württemberg sind u.a. Stuttgart, Tübingen und Marbach am Neckar beigetreten.

In ihrem Forderungskatalog betonte die Initiative, dass dort, wo die Bundespolitik ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, die kommunale Politik tätig werden muss.

Der bereits im Oktober 2019 entstandene Katalog umfasst 6 Bereiche, welche eine Liste aus 11 Forderungen enthalten, die erfüllt werden sollen, um aus einer Kommune einen „Sicheren Hafen“  zu machen:

  • Öffentliche Solidaritätserklärung
  • Einsatz für sichere Fluchtwege und Unterstützung der Seenotrettung
  • Aufnahme von Menschen auf der Flucht
  • Kommunales Ankommen und Bleiben gewährleisten
  • Vernetzung
  • Transparenz

Menschen aus den unwürdigen Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen sollen Aufnahme in den EU-Mitgliedsstaaten finden. Ebenso sollen Flüchtlinge nicht mehr tagelang auf hoher See in Lebensgefahr verbringen müssen, bis ihnen ein sicherer Hafen zugewiesen wird.

Wir verweisen auf die Homepage der Seebrücke und auf den Forderungskatalog, um mehr über das Thema und die Forderungen zu erfahren.

 

Die Stellungnahme des AK Asyl Remseck e.V. zu diesem Thema ist in dem Artikel "Ein sicherer Hafen - Positionierung AK Asyl Remseck e.V." nachzulesen.